Babyzimmer

Keine Kompromisse eingehen

Von Nadine Effert · 2017

Wickeltisch, Bettchen, Schrank – Babys brauchen anfangs nicht viel Mobiliar für die eigenen vier Wände. Dennoch sollte beim Kauf genau hingesehen werden, ob die Ausstattung auf Sicherheit geprüft ist und keine Schadstoffe enthält. Letzteres gilt auch in puncto Wandgestaltung, die übrigens auch auf die Sinne des Babys einen Einfluss hat.

Werdende Mutter bemalt Wand in Kinderzimmer
Dezente farbliche Akzente regen die visuelle Wahrnehmung des Babys an.

Viele Eltern – vor allem Mütter – in spe können es kaum abwarten, endlich mit dem Einrichten und Gestalten des Kinderzimmers zu starten. Sie lassen sich von unzähligen Einrichtungsideen inspirieren, machen Möbelhäuser und Baumärkte unsicher, durchforsten Listen aus dem Internet mit praktischen Tipps rund um Babys erste Bleibe. Zwar ist es, was die Einrichtung angeht, dem Wohngeschmack der Eltern ausgeliefert. Doch sollte auf das Baby beim Einzug auf jeden Fall eine freundliche, helle Umgebung warten.

Achtung Schadstoffe

Das Babyzimmer sollte ein Wohlfühlort sein – auch für die Eltern, die hier schließlich fast rund um die Uhr wickeln, stillen, trösten und Fläschchen geben. Der Raum sollte Wärme und Geborgenheit ausstrahlen und die Sinne des neuen Erdenbürgers anregen. Was das Inventar anbelangt, braucht es zum Start ins Leben nicht viel. Ein Bettchen, Wickelkommode oder -tisch und ausreichend Stauraum für Strampler, Windeln und Co. sind die Must-haves. Beim Kauf sind nicht nur Design und praktische Aspekte relevant. Viel wichtiger ist es, auf Geruchsbelästigung und Schadstoffe zu achten. Die beste Wahl sind daher ökologische Kindermöbel – erkennbar etwa an der Kennzeichnung „Naturland“ oder dem „ÖkoControl-Siegel“. Beide Zertifizierungen garantieren größtmöglich schadstofffreies Mobiliar aus nachwachsenden Materialien wie Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Genauso wichtig wie Schadstofffreiheit ist der Aspekt der Sicherheit: Ein Kaufkriterium stellt hier das Siegel „Geprüfte Sicherheit“, das sogenannte GS-Zeichen, dar. Nur Möbel, die Sicherheitsprüfungen und mechanische Tests bestehen, erhalten es.

Mit Farben die Sinne anregen

Weiße Wände mögen zwar dem Wohntrend „Purismus“ entsprechen. Im Kinderzimmer wirken sie trist und kühl. Farbe muss her! Doch Vorsicht: Wer sich auf der Farbpalette komplett austobt, läuft Gefahr, sein Baby einer Reizüberflutung auszusetzen. Daher gilt: Weniger ist mehr und sich nach den speziellen Farbebedürfnissen des Nachwuchses richten. Diese unterscheiden sich je nach Alter und Entwicklungsstand. So brauchen Babys bis zwei Jahre bekanntlich Ruhe und Geborgenheit. Weiche, ruhige Farben, sogenannte Pastelltöne, befriedigen diese Bedürfnisse optimal. Knallige Farben eignen sich hingegen nicht, da sie Babys ruhelos machen können. Babys nehmen nämlich nicht nur Geräusche, sondern auch Farben als „Lärm“ wahr. Mit beispielsweise zartem Apricot, blassem Grün oder Hellrosa machen Eltern in puncto Wandgestaltung hingegen nichts falsch. Zusätzlich können farbliche Akzente – zum Beispiel durch Wandsticker oder Bilder – gesetzt werden. Das ermöglicht dem Baby eine bessere Orientierung im Raum und fördert das dreidimensionale Sehen. Tipp: Nicht die Decke vernachlässigen, denn Babys schauen in den ersten Monaten meist nach oben. Als Eyecatcher dient zum Beispiel ein Mobile, dessen Bewegungen das Baby aufmerksam mit den Augen folgen kann. 

Für ein gesundes Raumklima

Egal auf welchen Farbton die Entscheidung fällt, Eltern sollten auch hier die Gesundheit ihres Sprösslings nicht aus den Augen verlieren. Viele Wandfarben enthalten Schadstoffe, deren Dämpfe Übelkeit, Hautreizungen oder Allergien verursachen können. Heißt: Nicht zu einem x-beliebigen Farbeimer greifen, sondern nur Farbe kaufen, die frei von Weichmachern und Lösemitteln ist – zu erkennen am Öko-Siegel „Der Blaue Engel“. Alternativ kann auch zu natürlichen Wandfarben wie Lehm-, Kalk- oder Silikatfarbe gegriffen werden. Allerdings sind die ökologischen Farben etwas schwieriger zu verarbeiten als konventionelle Wandfarben. Fazit: Bei der Einrichtung des Babyzimmers sollten Sicherheit und Gesundheit immer an erster Stelle stehen – Abstriche in Sachen persönlichem Geschmack müssen dennoch nicht gemacht werden.

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