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Interview

„Lassen Sie bei Myomen keine Zeit verstreichen!“

Von GEDEON RICHTER PHARMA GmbH · 2015

Myome an der Gebärmutter sind zwar nicht gefährlich, können sich aber durchaus negativ auf eine gewünschte Schwangerschaft auswirken. Was Frauen tun können, erklärt Oberärztin PD Dr. med. Nicole Sänger, Leiterin der Gynäkologischen Endokrinologie und Reproduktionsmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt.

Warum stellen Myome ein zunehmendes Problem in der Kinderwunschbehandlung dar?

Der Wunsch nach einem Kind verschiebt sich innerhalb unserer Gesellschaft immer weiter ins „höhere“ reproduktive Alter, gemeint ist damit für Erstgebärende ab dem 35 Lebensjahr. Vielen Patientinnen ist dabei nicht bewusst, dass neben der altersbedingten, abnehmenden Anzahl und Qualität der Eizellen, welche maßgeblich den Erfolg einer Kinderwunschbehandlung beeinflussen, auch die Wahrscheinlichkeit gutartiger Gebärmuttererkrankungen wie etwa die Erstdiagnose von Myomen zunimmt. Das Eintreten einer Schwangerschaft kann dabei zum Beispiel „mechanisch“ durch das Vorhandensein eines Myoms verhindert werden, oder es besteht eine erhöhte Fehlgeburtsrate durch eine verschlechterte Gebärmutterdurchblutung. Dies bedeutet allerdings nicht, dass alle Myome unbedingt behandlungswürdig sind. Es ist je nach Befund durchaus möglich, auch mit Myomen schwanger zu werden.

Welche Symptome können bei einer Myomerkrankung auftreten und wann müssen sie behandelt werden?

Myome sind gutartige Geschwülste ausgehend von den Gewebsschichten der Gebärmutter. Je nach Größe, Anzahl und Lage variieren daher die Symptome zwischen Blutungsstörungen – also sehr starke und/oder schmerzhafte Menstruationen und Zwischenblutungen – Druckgefühl im Unterbauch, Beschwerden beim Wasserlassen oder Stuhlgang. Da auch eine Sterilität oder das Auftreten von Fehlgeburten mit Myomen assoziiert sein kann, sollte eine Therapieplanung grundsätzlich individuell und vor allem vor dem Hintergrund des Alters der Patientin bei bestehenden Symptomen und gleichzeitigem Kinderwunsch erfolgen.

Welche Möglichkeiten gibt es Myome vor einer Kinderwunschbehandlung zu therapieren und woher weiß die Patientin welche Methode für sie die richtige ist?

Je nach Anzahl, Größe und Lokalisation können operative oder medikamentöse Behandlungsformen angeboten werden. Hier hat sich neben den bestehenden Operationsverfahren das medikamentöse Spektrum um eine innovative Option seit 2012 erweitert, welche bei guter Verträglichkeit und Wirksamkeit auf die Hauptsymptome und Myomgröße zunehmend zum Einsatz kommt. Alternative Methoden wie die „Myomembolisation“ (UAE) oder den „Hochfrequenzultraschall“ (MRgFUS) stellen derzeit bei bestehendem Kinderwunsch keine Behandlungsoption dar. Zwar wurden Schwangerschaften nach diesen Therapieoptionen beschrieben, doch reicht die wissenschaftliche Datenlage nicht aus, um derzeit eine Empfehlung bei Kinderwunsch aussprechen zu können. Somit stehen weiterhin medikamentöse und operative Behandlungen – gerne auch kombiniert – im Vordergrund. Welche Therapie individuell die richtige ist, erfährt die Patientin im Gespräch mit ihrem Frauenarzt. Ferner nutzen viele Frauen ein breites multimediales Angebot im Internet als Informationsquelle wie z.B. die unten genannte Plattform.

Welchen Tipp haben Sie für Frauen mit Myomen und Kinderwunsch?

Lassen Sie keine Zeit verstreichen! Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Gynäkologen ob bei Ihnen, sofern Symptome bestehen, eine Behandlungsnotwendigkeit vorliegt, und bedenken Sie, dass jede Therapie bis zu mehreren Monaten Zeit in Anspruch nehmen kann. Zeit, die unter Umständen am Ende der reproduktiven Phase knapp wird.

Kontakt

GEDEON RICHTER PHARMA GmbH
Mergenthaleralle 15 – 21
65760 Eschborn
Telefon: 0221 888 90 0
E-Mail: service@gedeonrichter.de
Web: http://www.gedeonrichter.de/

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