Gesunde Babykleidung

Trendfarbe „grün“

Von Nadine Effert · 2018

Strampler, Bodys, Mützchen: Beim Anblick der niedlichen Outfits verfallen viele Eltern – vor allem der weibliche Part – gerne in einen regelrechten Kaufrausch. Verständlich. Jedoch lautet die Devise: kurz innehalten! Warum es nicht nur auf die Optik ankommt und Klasse statt Masse für Babys Gesundheit eine Rolle spielt, verrät dieser kleine Baby-Fashion-Guide.

Weiße Kleider an Bügeln im Kleiderschrank. Gesunde Babykleidung ist ein heißes Thema
Ein guter Griff für die ganze Familie: Bio-Kleidung

Wie erkennt man qualitativ hochwertige Baby-Kleidung? Viele Eltern würden diese Frage sicherlich mit „am Preis“ beantworten. Dass ein teurer Preis jedoch keine Allround-Garantie für Qualität ist, zeigt sich beim Kriterium „Schad- und Giftstoffe“. Das hatte vor einigen Jahren eine Untersuchung der Umweltschutzorganisation Greenpeace herausgefunden: Nicht nur in No-Name-Artikeln, auch in teurer Markenkinderkleidung konnten bedenkliche Weichmacher gefunden werden.

Keine gesetzlichen Grenzwerte

Wie kann das sein? Hersteller benutzen bestimmte chemische Stoffe bei der Produktion der Kleidungsstücke, um sie zum Beispiel zu färben, weicher oder knitterarm zu machen. Verboten ist der Einsatz nicht. Und: Während es in der EU etwa für Spielzeuge seit Längerem gesetzliche Grenzwerte für Schadstoffe gibt, sucht man in den Regelwerken nach solchen für Bekleidung vergebens. Es besteht bei konventioneller Mode somit die Gefahr, dass sich in den Fasern Chemikalien verstecken, die dem Baby schaden können. Ob Flammschutzmittel, Formaldehyd oder Schwermetalle – Gifte und Schadstoffe können die dünne, äußerst sensible Haut des Babys reizen, Kontaktallergien auslösen und sich im Organismus anreichern. Ob der anvisierte Strampelanzug tatsächlich eine Gefahr darstellt, lässt sich ohne Labor nicht feststellen, denn mehr als Faserart, Waschanleitung und Produktionsort gibt das Etikett bekanntlich nicht preis.

Gesunde Babykleidung: Auf Natur pur setzen

Eltern, die auf Nummer sicher gehen wollen, bleibt nur der Kauf von Bio-Kleidung, die nach ökologischen Richtlinien hergestellt wird. Heißt: kein Einsatz von schädlichen Chemikalien, keine Belastung für die Umwelt, bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter in den Produktionsstätten. Die „grüne“ Mode schont also nicht nur Babys Haut, sondern auch Umwelt und Mensch. „Die schont aber nicht meinen Geldbeutel!“, so der Einwand mancher Eltern. Er ist unberechtigt, denn heutzutage ist nicht nur die Auswahl an „Natur-pur-Outfits“ größer, auch ist Bio-Qualität im Bekleidungssegment erschwinglicher geworden. Extra-Spar-Tipp: Secondhand kaufen – zumal der Nachwuchs auch schnell aus den Outfits herauswächst. Ob auf dem Flohmarkt oder im Geschäft – schadstofffreie Bekleidung erkennt man zum Beispiel am Prüfsiegel mit dem Label „Oeko-Tex® Standard 100“, am Textil-Siegel des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN Best-Label) oder dem Global Organic Textile Standard (GOTS)-Siegel. 

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