Wohin in den Familienurlaub?

Von Reiseperlen und Planungsängsten

Von Sara Bertsche · 2018

Schlaflose Nächte und kaum Erholung: Mit dem ersten Baby steht der Alltag vieler Eltern Kopf. Raus aus den eigenen vier Wänden, das klingt herrlich. Doch spätestens auf der Suche nach einem familienfreundlichen Ziel ist so mancher überfordert. Allen Zweifeln zum Trotz – auch Ferien mit Kind(ern) können spielerisch gemeistert werden.

Eine Familie sitzt am Bergsee. Für sie ist die Frage

Viele Eltern rätseln zunächst, wohin es denn überhaupt gehen soll. Grundsätzlich passt sich der Organismus eines Säuglings ab dem dritten Monat gut an eine fremde Umgebung an – das Urlaubsziel darf also ganz nach eigenem Gusto gewählt werden. Auch Fernreisen sind kein Tabu, ein großer Temperaturwechsel belastet jedoch den Kreislauf und schwächt das Immunsystem, das erst ab dem fünften Lebensjahr voll ausgebildet ist. Besonders heiße Länder sind deshalb weniger empfehlenswert. Bevor es ans Buchen geht, sollte stets mit dem Kinderarzt über das anvisierte Reiseziel gesprochen werden. 

Kraft für den Alltag tanken

Soll es ans Meer gehen, so bieten zum Beispiel im Frühjahr die Balearen, Kroatien oder Mallorca sowohl malerische Strände als auch ein gemäßigtes Klima. Wer sich einen zuweilen anstrengenden Flug mit Baby ersparen will, der kommt auch in Deutschland auf seine Kosten. Die Anreise mit Auto bietet den Vorteil, bei langen Anfahrtswegen eine Pause einzulegen, vor Ort flexibel und hinsichtlich des Gepäcks nicht allzu eingeschränkt zu sein. Eine Wattwanderung an der Nordsee, Camping in der Eifel oder Wandern im Bayerischen Wald sind für abgekämpfte Eltern eine willkommene Gelegenheit, in der Natur zu entspannen – der Säugling kann dank Babytrage oder Kraxe überall mitgenommen werden.

Quelle: Statista-Umfrage, 2017

Wohin in den Familienurlaub? Auf Standardkriterien achten

Bleibt die Frage nach einer kindgerechten Unterkunft: Ob spezielles Baby-Hotel mit Vollzeit-Service oder Ferienwohnung mit viel Privatsphäre – einheitliche Standards für Familienunterkünfte gibt es leider nicht. Damit Eltern nicht ihren halben (Kindes-)Hausstand oder ihrem Sprössling nicht alle Nase lang etwas verbieten müssen, sind einige „Helferchen“ vor Ort in jedem Fall von Vorteil: Besonders für mobile Kinder ab dem siebten Lebensmonat empfehlen sich Steckdosensicherungen, vergitterte Treppen, Kinderhochstühle und unfallsichere Spielgeräte.

Es lohnt sich, auf familienfreundliche Destinationen und Unterkünfte zu achten. 

Mittlerweile werben namhafte Reiseveranstalter mit ganzheitlichen Konzepten für junge Familien im Urlaub. Der Deutsche Tourismusverband informiert zudem über „Qualitätsmanagement im Familienurlaub“ und bietet einen „Basiskriterienkatalog“. Als nützlich beim Urlaub hierzulande erweist sich auch die kostenlose App BabyPlaces, die kinderfreundliche Orte auf das Smartphone sendet. Fazit: Sich gut informieren und planen, die eigenen Vorlieben nicht aus dem Auge verlieren und die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, das ist das Rezept für einen gelungenen Familienurlaub. 

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